Länderprofile

Deutschland

Letzte Aktualisierung: 23. März 2017

Die Bundesrepublik Deutschland liegt in Mitteleuropa und bildet durch ihre zentrale Lage einen attraktiven Standort. Nachbarländer sind Dänemark, Polen, die Tschechische Republik, Österreich, die Schweiz, Frankreich, Luxemburg, Belgien und die Niederlande. Die Bundesrepublik ist seit der Wiedervereinigung von Ost- und Westdeutschland 1990 in sechzehn Bundesländer gegliedert, die eine starke Stellung im Verfassungsgefüge einnehmen. Hauptstadt ist Berlin mit etwa 3,5 Millionen Einwohnern. Die Gesamtbevölkerung beläuft sich auf rund 82,2 Millionen Menschen.

Deutschland ist Gründungsmitglied der Europäischen Union sowie Mitglied der UNO, der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und zahlreicher weiterer internationaler und regionaler Organisationen wie etwa der 2008 gegründeten Union für den Mittelmeerraum, die auf dem 1995 begonnenen Barcelona-Prozess aufbaut. Die Regierungsgeschäfte werden seit 2005 von Bundeskanzlerin Angela Merkel in wechselnden Koalitionen geführt. Staatsoberhaupt ist seit März 2017 Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Deutschland ist die größte Volkswirtschaft in Europa und die viertgrößte im internationalen Vergleich. Das BIP betrug 2016 drei Billionen Euro und verzeichnete ein Wachstum von 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Schätzungen für 2017 gehen von einem Wirtschaftswachstum in Höhe von 1,7 Prozent aus.

Im Jahr 2016 wurde Deutschland erneut Exportweltmeister und lässt China wieder hinter sich. Auch die arabischen Länder stellen einen großen Absatzmarkt dar. Die fünf arabischen Länder, in die Deutschland 2015 am meisten exportierte, sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien, Katar, Ägypten und Kuwait mit einem Exportvolumen in Höhe von rund 27 Milliarden Euro. Nur die Komoren, Mauretanien, Libyen und Tunesien exportieren mehr nach Deutschland als sie von dort importieren.

Teilweise reichen die Handelsbeziehungen zu einzelnen Ländern der Mittelmeer- und Nahostregion weit in die Vergangenheit zurück. Zwischen Marokko und Deutschland lassen sich die Handelsbeziehungen bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts nachweisen. Damals hatten Handelsfamilien und Kaufleute wie die Fugger bereits eigene Vertretungen in der Hafenstadt Safi, wo sie Safran und Weizen verluden. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts führten Verhandlungen zwischen dem Reich des Scherifen und den Hansestädten Hamburg, Bremen und Lübeck zu einem Vertrag über die Sicherheit der Seewege. Schiffe dieser Städte genossen fortan freies Geleit entlang der Küste Marokkos.

Auch die deutsch-türkischen Wirtschaftsbeziehungen haben eine lange Tradition. 1761 unterschrieben Friedrich der Große und Sultan Mustafa III. einen Freundschafts-, Schifffahrts- und Handelsvertrag. 1856 baute Siemens das erste Telegraphenamt in Istanbul. Zudem beteiligte sich die Deutsche Bank am Bau der Bagdad-Bahn von Anatolien in den Nahen Osten. Die Beziehungen zwischen Deutschland und Iran reichen ebenfalls bis ins 19. Jahrhundert zurück. Noch heute ist Hamburg nach London die Stadt mit den meisten iranischstämmigen Einwohnern in Europa.

 

Diplomatische Vertretungen

Ministerien

Außenhandelskammern & Wirtschaftsverbände

Verbände, Vereine, NGOs

Hotels

Medien

Consultingunternehmen und Übersetzungsdienste

Universitäten, Forschungs- und Bildungseinrichtungen

Handels-, Handwerks- & Industriekammern