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Jemen

Letzte Aktualisierung: 15. November 2017

Der 1990 wiedervereinigte Jemen liegt im Südwesten der arabischen Halbinsel. Er grenzt im Norden an Saudi-Arabien, im Osten an Oman, im Süden an den Golf von Aden und im Westen an das Rote Meer. Die Hauptstadt Sanaa liegt im Westen. Ihre malerische Altstadt zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die zweitgrößte Stadt Aden ist ein wichtiger Hafen und ehemalige Hauptstadt des sozialistisch geprägten Südjemens. Im Jemen leben Schätzungen zufolge ungefähr 28 Millionen Menschen auf einer Fläche, die etwa anderthalbmal größer ist als Deutschland. Drei Viertel von ihnen sind nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen UNHCR von der humanitären Krise im Land betroffen, die seit dem Beginn einer gemeinsamen arabischen Militäroperation gegen bewaffnete Aufständische im März 2015 anhält und im November 2017 in einer Blockade aller Grenzen kulminierte.

Der Jemen gehört der UNO und der Arabischen Liga an. Er ist außerdem Mitglied der Weltbank, des Internationalen Währungsfonds (IWF), der Organisation für islamische Zusammenarbeit (OIC) und der Welthandelsorganisation (WTO) sowie weiterer internationaler Organisationen.

Das Land ist eine im Übergang befindliche Präsidialrepublik, an deren Spitze seit 2012 Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi steht. Er löste den langjährigen Präsidenten Ali Abdullah Saleh ab, der im Zuge der Revolution von 2011, die im größeren Kontext der politischen Umbrüche in vielen arabischen Ländern zu sehen ist, nicht wieder zur Wahl antrat. Das Hauptziel der internationalen Gemeinschaft ist die Lösung der unsicheren Lage im Jemen. Mit der Umsetzung des Transitionsplans des Golfkooperationsrats soll die Grundlage für die Wiederaufnahme der nachhaltigen Zusammenarbeit gelegt werden.

Maschinen, komplette Fabrikationsanlagen, Kraftfahrzeuge, chemische und elektrotechnische Erzeugnisse, Eisen und Eisenwaren, Druckerzeugnisse sowie Nahrungs- und Lebensmittel stellen die wichtigsten Einfuhrgüter dar. Deutschland exportiert vor allem Nahrungsmittel (ca. 60%) sowie Maschinen (11%) und chemische Produkte (zehn Prozent) in den Jemen. Aus dem Jemen importiert die Bundesrepublik vor allem Rohstoffe (53,2%) sowie in geringerem Maße Maschinen (13,6%) und Nahrungsmittel (4,8 %).

 

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