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Jordanien

Letzte Aktualisierung: 23. März 2017

Das Haschemitische Königreich Jordanien liegt im östlichen Mittelmeerraum, hat aber selbst nur einen 27 Kilometer schmalen Seezugang zum Roten Meer im Golf von Aqaba. Im Westen grenzt Jordanien an Israel und die Palästinensischen Gebiete, im Norden an Syrien, im Nordosten an den Irak und im Süden an Saudi-Arabien. Das Land ist etwa viermal kleiner als Deutschland. Unter seinen rund 8,2 Millionen Einwohnern sind nach Angaben des UNO-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) rund 664.000 syrische Flüchtlinge. Von ihnen leben mehr als 80.000 im Flüchtlingslager Zaatari an der Grenze zu Syrien. Die Hauptstadt Amman liegt ebenfalls im nördlichen Teil des Landes.

Im Jahr 1999 folgte König Abdullah II. seinem verstorbenen Vater König Hussein auf den Thron. Dank politischen Reformen und Maßnahmen zur wirtschaftlichen Liberalisierung leitete Abdullah II. eine Transformation der Volkswirtschaft ein und öffnete diese für den Weltmarkt.

Jordanien ist unter anderem Mitglied der UNO und der Arabischen Liga sowie der Welthandelsorganisation (WTO) und der Größeren arabischen Freihandelszone (GAFTA). Seit 2002 besteht ein Assoziationsabkommen mit der EU. Damit werden die Felder der Zusammenarbeit zwischen Jordanien und der EU erweitert und neue Möglichkeiten in den Wirtschafts- und Handelsbeziehungen eröffnet.

Die jordanische Wirtschaft verfügt über einen starken Dienstleistungssektor; sein Anteil am BIP beträgt 67,4 Prozent, die vor allem mit Tourismus, Banken und Finanzdienstleistungen sowie IT erwirtschaftet werden. Der Tourismus hat eine Phase der Diversifizierung durchlaufen (Kulturtourismus, Ökotourismus, Abenteuerurlaub). Reformen und akademische Kooperationsprogramme haben den Weg zu einer wissensbasierten Wirtschaft geebnet.

Die Hauptexportgüter Jordaniens sind Kleidung, Düngemittel, Kalisalz, Phosphate, Gemüse und Arzneimittel. Die Hauptimportgüter sind Erdöl, Maschinen, Transportmittel, Eisen und Getreide. Das produzierende Gewerbe (29,3% BIP-Anteil) konzentriert sich vor allem auf die Textilindustrie sowie die Bereiche Bau und Chemie. Mehrere Gesetze sollen die Privatisierung des Wassersektors erleichtern. Die heimische Energieproduktion soll von vier Prozent (2011) auf 40 Prozent (2020) erhöht werden. Kennzeichnend für alle Branchen ist, dass kleine und mittlere Unternehmen (KMU) die Masse der Wirtschaftsleistung im Privatsektor erbringen.

Die jordanische Wirtschaft hängt stark von ausländischen Investitionen ab. Das Land bietet interessante Geschäftschancen in einem politisch stabilen Umfeld und einer investorenfreundlichen Atmosphäre. Investoren profitieren von stabilen Wechselkursen und relativ moderaten Inflationsraten. Mehr

 

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