Länderprofile

Palästina

Letzte Aktualisierung: 27. März 2017

Die Palästinensischen Gebiete liegen im Nahen Osten und bestehen aus dem Westjordanland und dem Gaza-Streifen. Die Gebiete grenzen an Israel sowie im Süden an Ägypten und im Osten an Jordanien. Gemeinsam sind sie etwas mehr als doppelt so groß wie das Saarland. Der Gaza-Streifen allein hat etwa die Fläche Bremens. In den Palästinensischen Gebieten leben insgesamt rund 4,5 Millionen Menschen. Ungefähr 60 Prozent von ihnen sind jünger als 25 Jahre alt. Sitz der Regierung ist Ramallah.

Als Palästina ist das Land Mitglied der Arabischen Liga. Bei der UNO genießt es seit 2012 den Status eines Beobachterstaats. Nach dem Tod des langjährigen Palästinenserführers und Präsidenten Yasser Arafat wurde 2005 Mahmud Abbas zum Präsidenten der Palästinensischen Behörde gewählt.

Der bei weitem wichtigste Handelspartner der Palästinensischen Gebiete ist Israel. Über 80 Prozent aller Exporte gehen dorthin und fast 60 Prozent aller Importe kommen von dort. Deutschland liefert vor allem Kfz und Kfz-Teile, Arzneimittel und Maschinen in die Palästinensischen Gebiete. Importiert werden hauptsächlich Nahrungsmittel sowie natürliche Öle, Fette und Wachse.

Die palästinensische Wirtschaft besteht zu circa 90 Prozent aus kleinen und mittelständischen Unternehmen. 85 Prozent der Erwerbstätigen sind dort beschäftigt und erwirtschaften etwa 28 Prozent des BIPs. Schwerpunkte der Wirtschaftsaktivitäten liegen im Westjordanland auf Dienstleistungen, Bau, Pharmaindustrie, Informations- und Kommunikationstechnologie sowie Landwirtschaft. Die wirtschaftliche Erholung und der Wiederaufbau des Landes – insbesondere des Gaza-Streifens – ist ein Langzeitprozess, der weiterer internationaler Unterstützung bedarf.