Forum Diplomatique

„Wir alle sind Botschafter der deutsch-arabischen Zusammenarbeit!“

Bericht

Angelehnt an den jährlich vom Auswärtigen Amt ausgerichteten Wirtschaftstag der Botschafterkonferenz (BoKoWiTa), initiierte die EMA in Zusammenarbeit mit der IHK zu Berlin das Deutsch-Arabische Forum Diplomatique in Berlin. Rund 200 Gäste folgten der Einladung zum Forum Diplomatique in der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Berlin, darunter hochrangige VertreterInnen der arabischen Botschaften, Wirtschaft und Politik. Den deutschen Unternehmen wurde die Möglichkeit geboten, direkt mit ihrem Anliegen an die Botschafter der jeweiligen Länder heranzutreten und sich in einem intensiven Dialog über ihre Erfahrungen und Projekte auszutauschen. Hochkarätige Sprecher gaben ihre aktuellen Einschätzungen zur wirtschaftlichen und politischen Entwicklung in der arabischen Region wider und bekräftigten die enorme Bedeutung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen der EMA-Region und Deutschland, insbesondere in Hinblick auf die aktuellen Herausforderungen.

„Die politischen Umwälzungen in der EMA-Region stehen in einem engen kausalen Zusammenhang zu ökonomischen Fragen“

Eröffnet wurde das Forum Diplomatique mit einer Rede von Tobias Weber, dem Vizepräsident der IHK Berlin. Anschließend sprach Bundespräsident a.D. Christian Wulff in seiner ersten offiziellen Rede in seinem Amt als EMA-Präsident. Er hob besonders hervor, dass „die globalen Fragen nur mit praktischen Antworten zu lösen seien“ und sprach damit der Außenwirtschaft eine besondere Bedeutung zu. Die EMA sehe richtungsweisend „besonders die Kooperation von Klein- und Mittelständischen Unternehmen als wesentliches Element für nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung und gleichzeitig den langfristigen unternehmerischen Erfolg“. Er appellierte an die Teilnehmer sich trotz der fragilen Sicherheitssituation in vielen Ländern der EMA-Region nicht entmutigen zu lassen.

„Die wirtschaftliche, politische und soziale Integration der EMA-Region muss uns ebenso am Herzen liegen, wie die enge, institutionalisierte Anbindung an Europa“.

    
© EMA e.V.    
 

Er lobte auch das vielfältige Engagement der EMA, insbesondere die Förderung der wirtschaftlichen Teilhabe von Frauen in Tunesien und Marokko, welche im Rahmen eines Projektes der Transformationspartnerschaft des Auswärtigen Amts gefördert wird.

„Kultur als Schlüssel für erfolgreiche Wirtschaftsbeziehungen“

S.E. Senator Dr. Jawad Anani, der Präsident des Jordanischen Economic and Social Council und Mitglied des Jordanischen Senats, betonte die enorme Bedeutung der Kooperation mit Europa und sprach sich für ein neues Partnerschaftsmodell aus. Er hob insbesondere die Chancen und das große Potential im Bereich der beruflichen Bildung hervor, um die großen Herausforderungen in Hinblick auf die Beschäftigungschancen der Bevölkerung anzugehen. Es sollen somit neue Perspektiven, besonders für die Jugend geschaffen werden.

„Wirtschaftliche Stabilität befördert politische Stabilität!“

Dieter Walter Haller, Leiter der Abteilung für Wirtschaft und nachhaltige Entwicklung des Auswärtigen Amts, konnte aus seinem langjährigem Erfahrungsschatz in der Zusammenarbeit mit der Region schöpfen, insbesondere aus den vergangenen Jahren als Botschafter in Saudi-Arabien. Er erläuterte die gemeinsamen Herausforderungen, die Zusammenarbeit in den nächsten Jahren prägen werden. Hierzu nannte er die dringende wirtschaftliche Stabilisierung und  Diversifizierung, die vorangetrieben werden sollte, um eine nachhaltige Entwicklung in der Region zu gewährleisten. Er betonte, dass die individuellen Wachstums- und anderen Potenziale der Länder berücksichtigt werden müssten, die von der Bundesregierung durch Erfahrungen und Expertise u.a. im Bereich des Ausbaus der Wirtschaftsstruktur, beruflichen Bildung oder Innovationsfähigkeit von KMUs Unterstützung fänden. Ebenfalls hob er zahlreiche gemeinsame Interessen hervor, wie z.B. eine nachhaltige und sichere Energieversorgung.

Abschließend erläuterte Prof. Dr. Burhan Ghalioun, Leiter des Centre des Etudes Arabes et Orientales an der Universität Sorbonne, Paris die großen Herausforderungen, vor denen die internationale Gemeinschaft derzeit steht und ging insbesondere auf die prekäre Lage der syrischen Bevölkerung und der damit einhergehenden Flüchtlingsdebatte ein. 

Netzwerken bei „Business meets Diplomacy“

© EMA e.V.     
 

Der zweite Teil des Forums beinhaltete einen Unternehmensaustausch mit den diplomatischen VertreterInnen an den jeweiligen Ländertischen mit anschließendem Business-Lunch. Hier nutzten die zahlreichen Gäste aus Wirtschaft und Verbänden die einzigartige Möglichkeit, sich mit den 22 VertreterInnen der Botschaften intensiv auszutauschen und sich über ihre geplanten oder derzeitigen Projekte in der Region zu beraten und unterstützen zu lassen. Somit konnten auf beiden Seiten interessante Kontakte für neue Kooperationen geknüpft und Erfahrungen ausgetauscht werden.

Ein derartiger Erfolg des Deutsch-Arabischen Forums Diplomatique wäre der EMA nicht ohne die großartige Unterstützung von Seiten der Kooperationspartner, Sponsoren, Referenten und Moderatoren gelungen. Daher möchten wir hier allen Beteiligten nochmals unseren herzlichen Dank aussprechen und hoffen auf ebenso erfolgreiche Kooperationen im Namen der deutsch-arabischen Wirtschaftszusammenarbeit in der Zukunft.


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KOOPERATIONSPARTNER
SPONSOR
FÖRDERER