Bericht Salon Diplomatique Djibouti

Das Wirtschaftstor zu Ostafrika

Am 24. September 2013 lud die EMA zu einer Veranstaltung rund um das Land Dschibuti, dem Salon Diplomatique Dschibuti – das Tor zu Ostafrika im Anglo-German Club in Hamburg.

Der Einladung folgten neben zahlreichen Interessierten aus Deutschland auch der Botschafter der Republik Dschibuti in Berlin, S.E. Aden Mohamed Dileita, und eine Delegation aus Dschibuti gemeinsam mit dem Marketingleiter der Dschibuti Ports & Free Zones Authority (DPFZA), Mohamed Aref. Frau Sailer-Schuster, Präsidentin der EMA, eröffnete die Veranstaltung, die ganz dem kleinen Land gewidmet wurde. Sowohl der Botschafter als auch der Marketingleiter der DPFZA betonten die Potentiale und Kapazitäten ihres Heimatlandes und riefen die interessierten Unternehmer dazu auf langfristig in Dschibuti zu investieren. „Wir lieben die deutsche Mentalität, wir wollen deutsche Technologien ins Land holen, denn wir schätzen die Qualität deutscher Produkte und Djibouti ist das sicherste Land der Gegend. Wer in Djibouti investiert, hat das gesamte Hinterland, vor allem Äthiopien, im Auge. Djibouti ist das einzige Land der Region, in dem kein deutscher Unternehmer bisher investiert hat. Wir arbeiten daran, diesen Zustand zu ändern“ (S.E. Aden Mohamed Dileita, Botschafter der Republik Dschibuti).

Die Republik Dschibuti liegt mitten zwischen dem Roten Meer, Äthiopien, Eritrea und Somalia am Horn von Ostafrika. Dieser kleine Flecken Erde von der Größe Hessens und der Einwohnerzahl Frankfurts, der zu den heißesten Orten auf der Welt gehört, genießt soziale und wirtschaftliche Stabilität – optimale Voraussetzung für umfangreiche, langfristige Investitionsprojekte ebenso wie für Tourismus.

Dschibuti ist dabei ein Gewinner der Globalisierung, da es an der meistbefahrenen Schifffahrtsstraße der Welt liegt und seine seine wachstumsstarken Nachbarländer mit dem Rest der Welt verbindet. Bereits heute muss jeder vierte Öltanker, der auf den Weltmeeren unterwegs ist, Dschibuti passieren.

Der 2009 neu eingeweihte Hafen ist der modernste und größte in Ostafrika und trägt entscheidend zum Wirtschaftswachstum des Landes von über 5% bei. Der wirtschaftliche Aufschwung begann mit dem Engagement der Vereinigten Arabischen Emirate: Dubai World ist in verschiedenen Wirtschaftssektoren Djiboutis involviert, das schließt Dschibutis Hafenanlagen ein. Die Häfen von Dschibuti und Doraleh verfügen über Freizonen, die über alle modernen Einrichtungen verfügen und deren Finanzpaket neben Steuerfreiheit und 100prozentiger Ausfuhr von Kapital und Gewinn alle Vorzüge bietet. 

 

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Im Tourismusbereich kann man eine Vielzahl ausgezeichneter Tauchgebiete mit einzigartiger Fischfauna anbieten und man hat ehrgeizige Pläne für den zukünftigen Ausbau des Sektors. Investitionsmöglichkeiten gibt es außerdem in den Bereichen Viehwirtschaft, Fischwirtschaft, Salzgewinnung, Energiewirtschaft (Zukunftsprojekte bei Wind- und Solarenergie), Telekommunikation, Wohnungsbau und Ausbau der Infrastruktur. Auf die Frage nach den drei wichtigsten Gründen in Dschibuti zu investieren, antwortete Mohamed Aref, Marketingleiter der DPFZA: „Erstens sind die Investitionen sicher und die Nähe zu Äthiopien, einem der größten Märkte in Afrika mit seinen ca. 100 Mio. Einwohnern, ist attraktiv. Zweitens gibt es 14 neue Großprojekte im Land, darunter sind Projekte im Hafen und am Flughafen. Drittens öffnen wir unsere Türen für Deutschland besonders weit, da bei uns die Qualität im Vordergrund steht“

Die 14 zukünftigen Großprojekte im Bereich von Freihandels- und Wirtschaftszonen sowie von regionalen Bahn- und Fluglinien, sollen auch in Zukunft Wachstum sichern. Deutschlands Engagement in dem kleinen Land ist trotz alledem äußerst dünn - ein Umstand, der auf dem Salon Diplomatique erörtert wurde.

Zur Vorbereitung der Veranstaltung organisierte die EMA vom 14. bis 18. August 2013 eine Delegationsreise für ihre Mitglieder in die Republik Dschibuti. Im Rahmen dieser Reise gab es die Gelegenheit hochrangige Vertreter aus der dschibutischen Regierung und der Privatwirtschaft zu treffen. So trafen die Reiseteilnehmer beispielsweise mit dem Premierminister, Abdoulkader Kamil Mohamed, dem Präsidenten der Djibouti Ports and Free Zones Authority und dem Direktor des Nationalen Tourismusbüros zusammen. Herr Gerhard Smolibowski, Geschäftsführer der Excellence Building & Security Systems GmbH, und Herr Hermann Zoder, Geschäftsführer von Gatcon GmbH und EMA-Vizepräsident - beide Teilnehmer der Delegationsreise - berichteten auf dem Salon Diplomatique von ihren Eindrücken.

 

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Die große Resonanz auf den Salon Diplomatique Dschibuti offenbart, dass der Auftakt einer zukünftigen aktiven wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen der deutschen und der dschibutischen Wirtschaft gelungen ist. Am 6. November 2013 plant die EMA, die Veranstaltung in München im Gebäude des Bayerischen Landtages zu wiederholen. Beide Veranstaltungen sollen der Vorbereitung für ein groß angelegtes Deutsch-Dschibutisches Wirtschaftsforum im Januar in Dschibuti sein. Das Interesse deutscher Unternehmer und Anleger an dem unscheinbaren, aber gewichtigen Land ist geweckt.

 

>>Finden Sie hier einen Artikel über den Salon Diplomatique von Barbara Schumacher.