Business Diplomacy

Salon Diplomatique Katar

„Ich werde bei der Fußballweltmeisterschaft in diesem Jahr auch für Deutschland die Daumen drücken“, betonte der Botschafter des Staates Katar in Deutschland, S.E. Sheikh Saoud bin Abdulrahman Al Thani seine Verbundenheit beim Auftakt des Salon Diplomatique Katar in Hamburg. Als Vorsitzender des katarischen olympischen Komitees war das EMA-Vorstandsmitglied jahrelang für Sport in seinem Heimatland zuständig und hat deshalb auch die Fußballweltmeisterschaft auf der Agenda – 2022 wird diese in Katar stattfinden. Welche enorme Bedeutung sie für die Wirtschaft des Landes hat, darauf verwies Gabriele Groneberg, MdB a.D. und Präsidentin der EMA.

Zusammen mit der Handelskammer Hamburg hatte die EMA über 50 Unternehmerinnen und Unternehmer nach Hamburg eingeladen, um sich beim Salon Diplomatique mit dem Botschafter über die Potenziale der Wirtschaft Katars und Ideen zum weiteren Wachstum auszutauschen.

Bislang ungenutztes Potenzial für den deutschen Mittelstand in Katar

Als eine der wettbewerbsstärksten Volkswirtschaften in der Mittelmeer- und Nahostregion (Global Competitiveness Index) erschließt Katar neue Beschaffungs- und Absatzmärkte – eine Chance für den deutschen Mittelstand. In den vergangenen zehn Jahren habe Katar stark in große Firmen investiert, künftig wolle sich das Land zunehmend auf mittelständische Unternehmen konzentrieren. „Wir wissen Made in Germany zu schätzen und können auf den starken deutschen Mittelstand vertrauen“, sagte S.E. Sheikh Al Thani.

Bis 2022 investiere Katar noch 205 Milliarden US-Dollar in Infrastrukturprojekte wie zum Beispiel den Bau von Stadien, Eisenbahnnetzen und Schnellstraßen. Die Qatar Tourism Authority (QTA) plant in den nächsten fünf Jahren Investitionen in Höhe von 17 Milliarden US-Dollar in tourismusbezogene Infrastrukturprojekte. Allein in Katars Hauptstadt Doha sollen bis Ende dieses Jahres 21 neue Hotels gebaut werden. Auch ausländische Unternehmen können davon profitieren: Alle öffentlichen Ausschreibungen sind auf einem Portal der katarischen Regierung seit Juni 2016 online abrufbar.

Deutschland habe als einer der wichtigsten Handelspartner Katars hier große Chancen, betonte S.E. Sheikh Al Thani. Der Bausektor habe 2017 bereits mit knapp 15,7 Prozent zum BIP-Wachstum beigetragen, aber auch der Banken- und Versicherungssektor sei mit knapp zehn Prozent am Zuwachs beteiligt.

Steuerliche Vorteile für ausländische Investoren

Damit ausländische Investoren das Potenzial Katars vollständig nutzen können, reformiert die katarische Regierung das Einwanderungsgesetz, erteilt vermehrt Niederlassungserlaubnisse für Investoren und hochqualifizierte Arbeitskräfte, fixiert die Körperschaftssteuer auf zehn Prozent und erlässt die Einkommensteuer in den ersten zehn Jahren. Basis für diese Erleichterungen ist die Freiheit ausländischer Investoren, die künftig in der Industrie, der Landwirtschaft, der Petrochemie, der Medizin, im Tourismus sowie im Bauwesen bis zu 100 Prozent ohne einen einheimischen Partner investieren können. Die Einfuhr von Maschinen ist dabei von Zöllen befreit. Durch den neuen internationalen Mehrzweckhafen Hamad Port ergeben sich zusätzliche logistische Vorteile.

Umsetzung durch Sonderwirtschaftszone

Besonderes Augenmerk legte S.E. Sheikh Al Thani bei seiner Präsentation auf die Sonderwirtschaftszonen. In drei große Hauptprojekte – Ras Bufontas, Al Karaana und Um Alhoul – unterteilt, sollen diese verschiedene Sektoren befördern und so die Diversifizierung der Wirtschaft und deren Wachstum vorantreiben.

Die EMA bietet Ihnen die Möglichkeit, sich als Teil einer Wirtschaftsdelegation vor Ort selbst vom Potenzial des Golflands zu überzeugen und sich mit lokalen Wirtschaftsvertretern und Entscheidern zu vernetzen.

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