Jahresempfang

Die Arbeit der EMA – wichtiger denn je!

Zehn Jahre euro-mediterran-arabische Zusammenarbeit – Zehn Jahre EMA

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Mitglieder und ausgewählte Gäste aus Unternehmen und Verbänden, Politik, Diplomatie und Wissenschaft kamen aus dem In- und Ausland, um gemeinsam mit der EMA in Berlin ihr zehnjähriges Bestehen zu feiern. Die Festrednerinnen und Festredner beglückwünschten die EMA anlässlich des Empfangs im Haus der Gastgeberin Commerzbank am Pariser Platz zu ihrer Arbeit, die heute wichtiger denn je ist und bei allen Schwierigkeiten viele Erfolge zeitigt.

200 Millionen Zukunftsperspektiven

EMA-Ehrenpräsident Christian Wulff zeichnete ein differenziertes Bild der Mittelmeer- und Nahostregion und erinnerte an die engen historischen und gegenwärtigen Verbindungen zwischen arabischer Welt und Europa. Angesichts des hohen Bevölkerungswachstums in den arabischen Ländern seien die Aufgaben der nächsten Jahre bereits vorherzusehen: „Rund 200 Millionen Menschen mehr bis 2050 benötigen dann auch rund 200 Millionen mehr Ausbildungs- und Arbeitsplätze. Wasser und Infrastruktur für 200 Millionen mehr Menschen. Sie benötigen 200 Millionen Zukunftsperspektiven.“

Bei allen Reformen und Maßnahmen stünden dabei die Menschen im Vordergrund; sie seien es, die persönliche Vorteile als Ergebnis des politischen Prozesses sehen müssten. Der ehemalige Bundespräsident betonte die Notwendigkeit von Kooperation: „Dialog lohnt sich. Kooperation lohnt sich.“ Nicht nur zwischen Europa und den Ländern der Mittelmeer- und Nahostregion, sondern auch zwischen den arabischen Ländern untereinander.

Die EMA als Pionierin

Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, gratulierte der EMA schriftlich in der Jubiläumsausgabe des Wirtschaftsmagazins Mediterranes, die am Abend des Festakts veröffentlicht wurde, als Pionierin auf ihrem Gebiet: „Seit nunmehr zehn Jahren bringt sie Menschen zusammen, die etwas zu sagen und zu entscheiden haben; über Ländergrenzen und Sektoren hinweg. Wissen teilen und sich austauschen, zwischen Europa und der Mittelmeer- und Nahostregion, zwischen Wirtschaft, Politik und Wissenschaft: Das ist wichtig! Darum unterstützt die Bundesregierung viele ihrer Projekte.“ Die gesamte Ausgabe zum Nachlesen gibt es hier.

Eine hervorragende Plattform

Der arabische Ehrengast des Abends, S.E. Dr. Hazim El-Naser, Jordaniens Minister für Wasser und Bewässerung a.D., grüßte die geladenen Gäste im Namen von EMA-Ehrenpräsident Prinz Hassan bin Talal von Jordanien, den er beim Festakt zum 10-jährigen Jubiläum der EMA persönlich vertrat. In seinem schriftlichen Grußwort betonte Seine Königliche Hoheit: „Die EMA hat sich als hervorragende Plattform für den gegenseitigen Austausch und als unabhängige und zuverlässige Gesprächspartnerin für die Mittelmeer- und Nahostregion erwiesen.“

Dr. El-Naser lobte die gute Arbeit der EMA und ihre Wirkung in die Länder der Mittelmeer- und Nahostregion hinein und betonte vor allem den Aspekt der Nachhaltigkeit, den die EMA wie wenige andere pflegt. Er selbst kennt die EMA bereits vom 3. Deutsch-Arabischen Wasserforum 2015 und äußerte sich zuversichtlich, dass auch das 3. Deutsch-Arabische Umweltforum 2019 in Jordanien ein Erfolg werde.

CSR-Preis für nachhaltige Unternehmensführung

Als Mitglied der Jury für den CSR Award 2018, den die EMA im Rahmen des Festakts aus der Taufe hob, ließ es sich Dr. El-Naser auch nicht nehmen, die Bedeutung von Corporate Social Responsibility (CSR) zwischen Unternehmen in Deutschland und den Ländern der Mittelmeer- und Nahostregion hervorzuheben. Nachhaltige Unternehmensführung und nachhaltiges Wirtschaften beschränkten sich eben nicht nur auf Umwelt- und Klimaschutz, sondern beinhalteten auch soziale Verantwortung, den Aufbau einer wissensbasierten Gesellschaft und die Stärkung von Gleichberechtigung, Ausbildung und Qualifizierungsmaßnahmen sowie Geschlechtergerechtigkeit. All dies habe sich die EMA bereits zu eigen gemacht und zeichne nun entsprechende grenzüberschreitende Projekte im Rahmen des CSR-Preises aus.

EMA-Generalsekretärin Clara Gruitrooy hob die innovative Kraft des Ländervereins hervor: „Die EMA möchte auch in den nächsten zehn Jahren neue Impulse setzen und die deutsch-arabische Zusammenarbeit aktiv mitgestalten. Das Thema CSR haben wir dabei als wichtig erkannt.“

Hidden Champions und Global Players

Und auch EMA-Präsidentin Gabriele Groneberg, MdB a.D., sieht das Potenzial der EMA in Zukunft noch größer werden: „Die EMA kümmert sich um kleine Betriebe und mittelständische Unternehmen, Hidden Champions und Global Players im ganzen Bundesgebiet und darüber hinaus. Sie hat das belastbare Netzwerk und die Expertise, um in Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft der Länder der Mittelmeer- und Nahostregion positiv hineinzuwirken.“

Der Auftrag der EMA ist heute aktueller denn je. Im Kern stärkt die EMA die Mittelmeer- und Nahostregion durch nachhaltige wirtschaftliche Kooperation. Die Schaffung von Perspektiven zum gemeinsamen Vorteil steht im Vordergrund ihrer Aktivitäten. Bei Leuchtturmprojekten wie dem preisgekrönten Mentoring-Programm Ouissal für die wirtschaftliche Teilhabe von Frauen oder dem noch jungen deutsch-marokkanischen Kammer- und Verbandspartnerschaftsprojekt Connect Achat gehen Wirtschafts- und Strukturförderung Hand in Hand; Ouissal wird noch durch das Empowerment von Frauen bereichert, das die EMA ebenfalls seit vielen Jahren auszeichnet.

Umrahmt wurden die Reden von Musik des syrischstämmigen Oud-Spielers Marwan Alkarjousli, der mit Eigenkompositionen und einem Stück aus Damaskus für eine orientalische Atmosphäre sorgte und im Anschluss an die nachdenklich stimmenden Reden den Raum zur Reflexion bot. Beim anschließenden Empfang mit Buffet genossen die Gäste am Fuße des Brandenburger Tors anregende Gespräche und waren sich einig: Die kommenden zehn Jahre wird die EMA mindestens ebenso dynamisch bleiben und einen erheblichen Beitrag zur euro-mediterran-arabischen Zusammenarbeit leisten.

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