Neujahrsempfang 2020

„Invest in Tunisia“: MoU mit tunesischen Investitionsagenturen

Bericht

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Im würdigen Rahmen ihres Parlamentarischen Neujahrsempfangs hat die EMA eine Kooperationsvereinbarung mit ihren Partnern Tunisia Investment Authority TIA und Foreign Investment Promotion Agency FIPA unterzeichnet. Die Partner planen in den nächsten Monaten mehrere gemeinsame Aktivitäten in Deutschland und Tunesien. Dies soll die Sichtbarkeit von TIA und FIPA in Deutschland erhöhen. Zudem treiben sie den Austausch von Know-how und Expertise zu nachgefragten Themen sowie von Informationen zu unternehmerischen und rechtlichen Rahmenbedingungen für Investitionen in Tunesien voran.

„Tunesien hat großes Potenzial“

„Gemeinsam setzen wir uns für eine vertiefte Kooperation zwischen tunesischen und deutschen Akteuren und Verbänden ein, um voneinander zu lernen und um auf die Investitionsmöglichkeiten in Tunesien aufmerksam zu machen“, sekundierte Ehrengast Gunther Beger, Abteilungsleiter Grundsatzfragen, Wirtschaft, Handel und ländliche Entwicklung im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

„Tunesien hat großes Potenzial: Es ist aufgrund seiner geografischen Nähe zu Europa, eines vergleichsweise guten Bildungsniveaus und einer gut ausgebauten Infrastruktur ein interessanter Produktions- und Wirtschaftsstandort für deutsche und europäische Unternehmen“, so Beger weiter. Davon konnten sich auch direkt im Anschluss an die Veranstaltung die ersten Unternehmen im B2B-Gespräch mit den Vertretern von TIA und FIPA überzeugen.

Parteiübergreifende Verbundenheit mit der Politik

Mit dem Parlamentarischen Neujahrsempfang zeigt die EMA ihre parteiübergreifende Verbundenheit mit der Politik, dem Bundestag, wie auch mit Ministerien, Behörden, Botschaften sowie deutschen und internationalen Organisationen. Mehr als 60 Abgeordnete, MinisterialvertreterInnen und UnternehmerInnen füllten den begrenzten Platz in den Räumlichkeiten der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft direkt am Reichstagsgebäude gut aus und nutzten bei einem erlesenen deutsch-mediterranen Lunchbuffet die Gelegenheit zum Netzwerken untereinander und mit der tunesischen Delegation.

In ihrem Grußwort verwies EMA-Präsidentin Gabriele Groneberg, MdB a.D., darauf, dass sich die wirtschaftlichen Beziehungen Deutschlands und Tunesiens in den letzten zehn Jahren zugunsten Tunesiens entwickelt haben. „Heute ist Tunesien eines der wenigen arabischen Länder, aus denen Deutschland mehr Waren und Dienstleistungen bezieht als es dorthin liefert.“ Groneberg verlieh ihrer Hoffnung Ausdruck, dass „wir mit Tunesien auf ein Land blicken, das nach vielerlei Höhen und Tiefen für eine Ära steht, die in Tunesien hoffentlich als die Goldenen Zwanziger in Erinnerung bleibt.“

Auch andere Abgeordnete ergriffen spontan das Wort. Die ehemalige Europaabgeordnete Eva Quistorp zeigte sich interessiert an Wirtschaftsprojekten für Frauen in Tunesien, während der Abgeordnete Karsten Möring seinerseits auf Projekte aus dem Bereich Umwelttechnologie und Berufsausbildung in Marokko verwies.

Projekte für Frauen und Digitalisierung

Mit dem deutsch-arabischen Mentoringprogramm Ouissal ist die EMA bereits seit vielen Jahren in beiden Ländern präsent und hat ein belastbares Unternehmerinnennetzwerk aufgebaut. Weitere Kooperationsprojekte der EMA setzen Schwerpunkte in den Bereichen Digitalisierung und Landwirtschaft, wo es um den Auf- und Ausbau nachhaltiger, zukunftsorientierter und international wettbewerbsfähiger Strukturen ebenso geht wie um Ausbildung und die Schaffung von Beschäftigungsperspektiven.

Unter dem Beifall der Anwesenden berichtete SAP-Afrika-Manager Michael Pittelkow, dass im jüngsten Absolventen-Jahrgang des SAP Young Professional Programs zwei Drittel Frauen waren. Der tunesische IT-Markt wächst stetig, ebenso der Ausbau der Breitband- und High-Speed-Infrastruktur. Mit der nationalen Strategie Tunisie Digitale 2018/2020 will Tunesiens Regierung auch private Unternehmen zu Investitionen bewegen und die digitale Transformation vorantreiben.

Die EMA ist seit vielen Jahren stark und verlässlich in Nordafrika tätig, wie auch der Erfolg der jüngsten Missionen nach Tunesien und Marokko und die intensive vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Regierungen und Partnerinstitutionen in Deutschland und vor Ort zeigt. Dass die EMA neutral ist, hilft ihr dabei, in allen Ländern der Mittelmeer- und Nahostregion Türen zu öffnen, die anderen verschlossen bleiben.

Bericht: Jens Kutscher

 

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