Bericht

Standortvorteil Ras Al Khaimah

Industrielle Diversifizierung bereits Wirklichkeit

Beim Roundtable VAE im malerisch an der Außenalster gelegenen Anglo-German Club rückte am 14. Februar mit Ras Al Khaimah (RAK) ganz gezielt ein Emirat als attraktiver Standort in den Fokus, das sonst neben Dubai und Abu Dhabi nicht im Rampenlicht steht. Der Ehrengast des Tages, Seine Exzellenz, der selbst aus Ras Al Khaimah stammende Botschafter der VAE in Deutschland, Herr Ali Abdullah Mohamed Saeed al Ahmed warb für seine Heimat und hob ihre Bestrebungen hervor, eine nachhaltige Wirtschaft aufzubauen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die hauptsächlich aus der Privatwirtschaft kamen, erhielten einen Überblick darüber, worauf zu achten ist, wenn man in den VAE im Allgemeinen und im Emirat Ras Al Khaimah im Besonderen unternehmerisch aktiv werden möchte. Nadia Rinawi, Regionalmanagerin des Mitveranstalters RAK Economic Zone (RAKEZ), stellte die Vorzüge einer Freizone am Beispiel von RAKEZ vor. In Ras Al Khaimah befindet sich der größte Schüttguthafen des Nahen und Mittleren Ostens. Das Emirat hat die höchste Industrialisierungsrate des Landes. Von dort kommen Fensterscheiben, Matratzen, Busse, Keramik und die Rigips-Platten eines namhaften deutschen Mittelständlers. Mit ihrem Service ermöglicht die RAKEZ Investoren aus Deutschland den Aufbau einer Geschäftstätigkeit vor Ort aus einer Hand. Nach Abgabe aller Unterlagen kann ein Unternehmen bereits binnen einer Woche seine Niederlassung in den VAE eröffnen.

Praxistipps zu Recht und Personal

Über die rechtlichen Rahmenbedingungen informierte die Rechtsanwältin Anja Christine Adam vom EMA-Kooperationspartner Schlüter Graf Rechtsanwälte die interessierten Gäste. Sie gab eine Reihe von detaillierten Tipps zur gesetzlichen Lage und teilte ihre Erfahrungen aus der Praxis. So ging sie auf unterschiedliche Niederlassungsformen ein – etwa eine der GmbH ähnliche Limited Liability Company (LLC) direkt auf dem Hoheitsgebiet der VAE oder in einer der zahlreichen Freizonen.

Die Frage, worauf man bei der Einstellung von Personal in den VAE zu achten habe, beantwortete Thomas Grigoleit, Geschäftsführer der Personalberatungsgesellschaft Departer Deutschland GmbH. Demnach weisen Bewerbungen in Deutschland und in den VAE sehr viele Unterschiede auf: Bewerber in den VAE seien in der Regel zum Beispiel flexibler und mobiler. Gerade die deutschen Mitarbeiter in den VAE äußerten sich aber hoch zufrieden über die Bedingungen vor Ort. Beim anschließenden Get-together gab es noch reichlich Gelegenheit, sich mit den Referentinnen und Referenten auszutauschen und Kontakte zu knüpfen.