Praxiswissen Ägypten

Wirtschaft, Recht und Fördermöglichkeiten der deutschen Entwicklungszusammenarbeit

Ägypten exportiert - anders als die Maghreb-Länder -  primär in die Nahostregion, darunter die VAE, Saudi-Arabien, Türkei und den Libanon. Das bevölkerungsreichste arabische Land ist für deutsche Unternehmen ein wichtiger Absatzmarkt. Neue Einfuhrbestimmungen und die Abwertung des Pfunds zielen auf die Ansiedlung ausländischer Unternehmen ab.

5,568 Mill. Euro betrug das Handelsvolumen 2016 zwischen Deutschland und Ägypten. Für Deutschland ist Ägypten mit einem Exportanteil von 18,1% der zweitwichtigste Handelspartner in Afrika. Umgekehrt spielt Deutschland als Abnehmer ägyptischer Ware kaum eine Rolle. Primär exportiert Ägypten in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) mit 2,83 Mill. Dollar, Saudi-Arabien mit 1,75 Mill. Dollar und Italien mit 1,47 Mill. Dollar.

Rund 250 deutsche Unternehmen sind mit Produktionsstandorten vor Ort und rund 700 deutsche Unternehmen mit Kapitalbeteiligung. Ägypten, das bevölkerungsreichste arabische Land, und die angrenzende Region sind für deutsche Unternehmen wichtige Absatzmärkte.

Im November 2016 gab die ägyptische Zentralbank das ägyptische Pfund frei, worauf das Pfund verfiel und nur noch die Hälfte wert war. Investitionen für ausländische Unternehmen in Produktionsstätten in Ägypten werden dadurch kostengünstiger und interessanter. Zudem beinhaltet eine Neuerung des Investitionsgesetzes die Wiedereinführung von Sonderwirtschaftszonen und Steueranreize. Jedoch hakt es noch an der konvertiblen Währung und an den kürzlich eingeführten Importbeschränkungen.

Kann Ägypten seine Position als Logistik-Drehscheibe in der Region ausbauen? Und wie können deutsche Unternehmen angesichts der aktuellen Entwicklungen einen Produktionsstandort in Ägypten aufbauen und die passende Finanzierungs- und Fördermöglichkeit finden?

Antworten hierauf geben das von der EMA, gemeinsam mit der IHK und der Rechtsanwaltskanzlei … organisierte Seminar, welches durch das EZ-Scout-Programm, die PTB und KFW DEG unterstützt wird. Es gibt deutschen Unternehmen, vor allem mittelständischen, die Gelegenheit sich über die aktuellen wirtschaftlichen Strukturen und rechtlichen Rahmenbedingungen in Ägypten zu informieren und mehr über passende Förder – und Finanzierungsinstrumente der deutschen Entwicklungszusammenarbeit zu erfahren.