Bericht

Neue Verfassungen in Nordafrika

 

Am 19. März 2014 veranstaltete die EMA in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit ein Hamburger Kulturgespräch über die neuen Verfassungen von Tunesien und Ägypten. Hierfür hat die EMA zwei diplomatische Vertreter eingeladen: Mohamed Imed Torjemane, Konsul der Tunesischen Republik und Ahmed Mohamed Ezzat Abdelhakim, Generalkonsul der Arabischen Republik Ägypten. Sie gaben einen Einblick in die aktuellen politischen Entwicklungen Ihrer Länder, sowie die erst kürzlich verabschiedeten Verfassungen.

Zu Beginn stimmte der tunesische Musiker Omar Boujemaa die rund 90 Teilnehmer mit seiner Laute und Gesang auf die Veranstaltung ein. Der Ägyptische Generalkonsul betonte in seiner Rede, dass durch die Regierungswechsel und Revolten der letzten Jahre und die nun in Kraft getretene Verfassung ein neues Ägypten entstehen werde.  Er sieht die neue Verfassung als einen entscheidenden Schritt in Richtung einer demokratischen, pluralistischen und offenen Gesellschaft.

Auch Tunesiens Konsul sprach von einem historischen Moment, als am 26. Januar dieses Jahres eine neue Verfassung für Tunesien mit überwältigender Mehrheit vom Parlament verabschiedet wurde. Als größte Herausforderung für die kommenden Monate sieht er die Gewährleistung von freien und fairen Wahlen zu einer neuen Regierung, die die technokratische Regierung ablösen soll.

Anschließend an die Vorträge, standen die beiden Konsuln Rede und Antwort für Fragen aus dem Publikum. Hamza Safouane führte durch die Fragerunde, welche über die Rolle von Frauen in der Verfassung, über die regionale Friedenspolitik bis hin zu den Auswirkungen auf die Zusammenarbeit mit Europa reichte. Zu guter Letzt spielte Herr Boujemaa erneut ein ausgewähltes Musikstück und sorgte für einen schönen Abschluss des Kulturgesprächs, welches noch mit vielen individuellen Gesprächen seinen Ausklang fand.