Der 3. Wirtschaftstag Irak

Über ungenutztes Potenzial und die größten Möglichkeiten der irakisch-deutschen Zusammenarbeit 

Bericht

(c) EMA 2013    

Mit dem Hamburger Wirtschaftstag Irak am Montag, dem 17. Juni 2013, legte die EMA bereits zum dritten Mal in Folge den Fokus auf den Irak und zeigte so erfolgreich dessen wirtschaftliche Bedeutung und das ungenutzte Potenzial für deutsch-irakische Wirtschaftsbeziehungen auf.

Über ebendiese Möglichkeiten konnten sich die über 100 Teilnehmer hier intensiv austauschen. Angeregt wurden die B2B-Gespräche während der Pausen durch Fachvorträge und Podiumsdiskussionen von Referenten namhafter Unternehmen und Institutionen, sowohl aus Deutschland als auch aus dem Irak. Zudem sprachen ausgewiesene Experten über die politischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen, Investitionsmöglichkeiten sowie über finanzielle Absicherung von Unternehmungen im Irak.

Nach einem Willkommensgruß von EMA-Generalsekretär, Dr. Abdelmajid Layadi, in dem er betonte, dass der Wiederaufbau der irakischen Wirtschaft bereits bei Gründung der EMA im Vordergrund der Aktivitäten stand, unterstrich S. E. Dr. Hussain Mahmoud Fadhalla Alkhateeb, Botschafter der Republik Irak in Berlin, dass das wirtschaftliche Potenzial seines Landes, besonders durch die enge Zusammenarbeit mit Deutschland effizient genutzt werden kann.

Martin Köppen, Amtsleiter für Internationales, Energie und Wirtschaftsförderung im Ministerium für Wirtschaft, Transport und Innovation Hamburg, hieß daraufhin die Delegation aus dem Irak, Jordanien und der Türkei sowie alle weiteren Teilnehmer, die an diesem Tag in Hamburg zu Gast waren, herzlich willkommen und belegte eindrucksvoll, warum Hamburg einen strategisch wichtigen Wirtschaftsstandpunkt in Deutschland und Europa, besonders in Bezug auf Investitionen und Handel mit dem Irak darstellt. Mit seinem anschließenden Grußwort gab S. E. Mohammed Abdullah Zain, Vizeminister für Industrie der Republik Irak, mit einer Ansprache zum Thema Großindustrieprojekte für Öl und Gas im Irak dem Tagesthema einen Rahmen.

Unter der Moderation von Dr. Alex Goehler, Honorarkonsul des Haschemitischen Königreichs Jordanien in Hamburg bezog sich das erste Modul auf das Thema wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen für Geschäftsaktivitäten im Irak. Dr. Barik Schuber, Senior Economic Advisor des Iraqi Economist Network, und enger Kooperationspartner der EMA für die Veranstaltung, eröffnete das Modul mit einem informativen Vortrag über die makroökonomischen Rahmenbedingungen für Geschäftstätigkeiten im Irak. Nachdem Dr. Stephan Jäger, Rechtsanwalt bei Amereller Rechtsanwälte und EMA-Vorstandsmitglied, ergänzend darlegte, welche rechtlichen Voraussetzungen bei diesen Investitionen zu beachten sind, ermutigte er mit den Worten „Seien Sie sich den Risiken und Umständen einer Geschäftsaktivität im Irak stets bewusst – aber haben Sie keine Angst davor und verpassen Sie diese Möglichkeit nicht!“.

Im Anschluss bemaß Prof. Dr. Fahdil A. Al-Ameri, Kulturattaché der Botschaft der Republik Irak in Berlin, der Investition für Förderung von Forschung und Entwicklung besondere Bedeutung bei und informierte über aktuelle Investitionsprojekte im Irak: „Deutsche Produkte und Technlogien sowie das deutsche Know-How und dessen Anwendung, sind unter den Irakern und auf dem irakischen Markt sehr angesehen“, so Prof. Dr. Fahdil A. Al-Ameri. Prof. Dr. Sefik Alp Bahadir von der Alexander-Universität in Erlangen vervollständigteden Themenbereich durch einen Vortrag über die Sicherung  von nachhaltigem Wirtschaftswachstum im Irak. In einer Abschlussdiskussion beantworteten die Referenten die neugierigen Fragen der Zuschauer.

Um sich für die kommenden Vorträge zu stärken, konnten die Teilnehmer im Anschluss am Finger-Food Buffet einige Delikatessen zu sich nehmen und dabei erneut ins Gespräch kommen.

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