Das 2. Deutsch-Arabische Frauennetzwerkforum

"Die arabischen Frauen haben die Revolution mitgetragen"

Bericht

"Die arabischen Frauen haben die Revolution mitgetragen und erheben jetzt zu Recht einen Anspruch darauf, mitzubestimmen, was nach der Revolution kommt.", mit diesen Worten eröffnete Kristina Schröder, die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, am 24. Oktober 2013 das vom Länderverein EMA initiierte 2. Deutsch-Arabische Frauennetzwerkforum.

Die gemeinsame Veranstaltung der EMA, des Auswärtigen Amts, des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und der Handelskammer Hamburg brachte mehr als 300 TeilnehmerInnen aus Deutschland und vielen arabischen Staaten in den prestigeträchtigen Räumen des Auswärtigen Amts zusammen, um so an den bereits vor zwei Jahren erfolgreich begonnen Ausbau des deutsch-arabischen Frauennetzwerks anzuknüpfen.

Im Fokus der Veranstaltung, welche außerdem von Außenminister Westerwelle und der tunesischen Ministerin für Frauenangelegenheiten, I.E. Sihem Badi, eröffnet wurde, standen insbesondere Themen des wirtschaftlichen Empowerments. Schließlich ist es Teil der EMA-Philosophie, Frauen als Schlüssel zur nachhaltigen Entwicklung zu begreifen: „In der deutsch-arabischen Zusammenarbeit werden Frauen bislang nicht ausreichend berücksichtigt und somit verfolgt die EMA das Ziel, auf die vielfältigen Potentiale einer Zusammenarbeit sowie auch auf die vielen Gemeinsamkeiten hinzuweisen.“

  

© EMA e.V.

   
 

Ganz in diesem Sinne wurde ein offener Dialog auch von den hochrangigen Referentinnen, unter anderem Reem Asaad (Head of Private Banking Investments,  Saudi Fransi Capital Co., Saudi Arabien), Nouzha Skalli (Abgeordnete, Mitglied der Partei des Fortschritts und des Sozialismus, Familienministerin a.D., Marokko) und Ibtisam Ben Amer (Gründerin des Libyan Women in  Business Committee, Libyen), angestrebt. So konnten nicht nur die deutschen TeilnehmerInnen viel über die Staaten Nordafrikas und des Nahen Ostens erfahren, auch die für die Veranstaltung eigens angereisten Teilnehmerinnen aus Algerien, Ägypten, Jordanien, Libyen, Marokko, Saudi Arabien, Katar und Tunesien zeigten sich von den gewonnenen Einblicken fasziniert.

Fazit des Austauschs: Wir können viel voneinander lernen und Deutschland ist für die Region ein verlässlicher Partner. Exemplarisch für das deutsche Engagement wurde im Rahmen der Veranstaltung insbesondere auch die deutsch-tunesische Transformationspartnerschaft beleuchtet. So wurde gerade das von der EMA initiierte deutsch-arabische Mentoring-Projekt ouissal.org hervorgehoben – schließlich zeichnete Bundesministerin Schröder im Rahmen der Veranstaltung vier der Projektteilnehmerinnen für ihr außerordentliches Engagement aus.

Das Mentoring-Projekt startete im Herbst 2012 und läuft noch bis Ende 2013. Eine Verlängerung im Rahmen der Transformationspartnerschaft wird derzeit geprüft. In der Tat hob der Minister des Auswärtigen, Dr. Westerwelle, persönlich die großartige Arbeit der EMA hervor, denn schließlich sind Frauen „Leistungsträgerinnen der Gesellschaft und bei den Herausforderungen der arabischen Umbrüche für uns besonders wichtige Ansprechpartnerinnen“. So wird Deutschland die Frauen im arabischen Raum auch weiterhin unterstützen.


Mehrere Informationen auf ouissal.org

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