das 1. Deutsch-Arabische Digitalforum

Deutsch-Arabische Geschäftsbeziehungen im digitalen Zeitalter

Grenzenlose Möglichkeiten - Entwicklungszusammenarbeit und die digitale Wirtschaft

Zur BildergalerieEnglish Version

Über 100 deutsche und arabische Geschäftsleute, Experten und Repräsentanten der digitalen Welt kamen am 21. März 2017 für das erste Deutsch-Arabische Digitalforum zusammen. Von dem Euro-Mediterran-Arabischen Länderverein (EMA) initiiert und gemeinsam mit seinen Partnern, der Agentur für Wirtschaft und Entwicklung und der CeBIT, veranstaltet, feierte es auf der CeBIT in Hannover, der weltweit größten internationalen IT Messe, seine Premiere.

Die Grußworte des ehemaligen Bundespräsidenten und derzeitigen Präsidenten der EMA Christian Wulff, sowie der Geschäftsführerin der Agentur für Wirtschaft und Entwicklung Dr. Corinna Franke-Wöller und des CeBIT Vorstandsmitglieds Dr. Andreas Gruchow, priesen diese Initiative und hoben den Bedarf an länderübergreifender Kooperation hervor, um die Ziele der digitalen Revolution voranzutreiben – besonders im Hinblick auf die wechselseitige Nutzbarmachung der „extrem gut gebildeten, jungen, kreativen, innovativen Individuen und Talente der arabischen Welt als ein Win-Win für alle“, wie Herr Wulff bemerkt.

Wirtschaftliche Entwicklung und ICTs: eine notwendige Partnerschaft

Das Forum wurde durch die Anwesenheit und enthusiastische Teilnahme einiger hochrangiger Persönlichkeiten, wie zum Beispiel des tunesischen Ministers für digitale Wirtschaft S.E. Mohamed Anouar Maarouf bereichert. Er bestätigte die Bedeutung der Regierungen bei der Förderung von Start-Ups in ihren jeweiligen Ländern, indem er auf die Bestrebungen und konkreten Ansätze der tunesischen Regierung hin zu mehr digitalem Fortschritt hinwies.   

Anschließend an die Keynote Rede seiner Exzellenz, wurde eine dynamische Panel Diskussion zum „Wert der Zusammenarbeit in Zeiten der digitalen Transformation“ von Saxonia Systems CEO und EMA Vorstandsmitglied Viola Klein moderiert. Die Bedeutung von Public-Private-Partnerships (PPPs) im Hinblick auf die Entwicklung der digitalen Wirtschaft wurde thematisiert. Gerade aufgrund der Diversifizierungsbestrebungen der arabischen Golfstaaten und ihrer Ambitionen  unabhängiger vom Öl zu werden, seien diese, so SAP Saudi Arabien COO Andy Froemmel, unverzichtbar. Diese Einstellung wurde vom VOICE Vorsitzenden Dr. Thomas Endres aufgegriffen, der versicherte, dass Unternehmen im Zeitalter der Digitalisierung nicht als einzelne Institutionen bestehen können, sondern als miteinander verbundene Größen innerhalb ihrer Bereiche.

In einer abschließenden Keynote des Beauftragten des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), betont Günter Nooke, dass sich „moderne Wirtschaft um Logistik dreht, wofür wir eine starke ICT Infrastruktur brauchen“. In diesem Zusammenhang erklärte er die Rolle des BMZ im Hinblick auf Afrika, das laut dem erst kürzlich veröffentlichten Marshall-Plan, als Chancenkontinent wahrgenommen werden soll.

Zukunftspläne: Mehr Digitalisierung!

„Dieses Forum gab uns eine hervorragende Plattform, um neue Verbindungen zu entwickeln und den B2B Austausch mit deutschen Unternehmen anzuregen, mit denen wir hoffentlich in naher Zukunft zusammenarbeiten werden“, sagte Naif AlRustamani, Senior Associate Manager der Dubai Silicon Oasis Authority. „Ich sehe keine Grenzen für die digitalen Ambitionen der arabischen Welt.“

Die EMA hat mit diesem Forum ein wichtiges Fundament gelegt und wird gemeinsam mit Partnern, Mitgliedern und Akteuren der digitalen Branche weitere Aktivitäten für die deutsch-arabische Zusammenarbeit folgen lassen.

Bildergalerie