Das 2. Forum für den Maghreb

Gemeinsame Potentiale für eine starke Wirtschaftsregion

Bericht

Der Maghreb ist von tiefen wirtschaftlichen und sozialpolitischen Veränderungen geprägt. Viele Wirtschaftsprojekte sind derzeit in Arbeit oder in Planung. Deutschland hat deshalb ein großes Interesse, sein Wirtschafts-und Handelsengagement in dieser Region mit über 90 Millionen Einwohnern zu intensivieren, da sie nah zu Europa liegt und große Investitionsmöglichkeiten bietet.

Als deutsch-arabischer Länderverein, der sich der Entwicklung der Mittelmeerregion widmet, wird die EMA in ihrer Rolle zur Stärkung der Euro-Mittelmeer-Zusammenarbeit mit der Organisation des „2. Forum für den Maghreb“ gerecht. Nach einer sehr erfolgreichen ersten Auflage im Jahr 2011, die es vielen deutschen und maghrebinischen Unternehmen ermöglichte, gemeinsame Projekte zu initiieren, bestätigt die EMA ihr Engagement für eine stärkere wirtschaftliche Partnerschaft, ihre Fähigkeit, die wichtigsten Akteure dieser Region zu mobilisieren sowie ihre Erfahrung, eine Veranstaltung dieser Größenordnung zu organisieren.

Hochrangige Beteiligung von über 50% aus dem Maghreb

Um den Austausch von Ideen und Wissen und die Wirksamkeit der B2B-Treffen auf dem Forum zu gewährleisten, hat die EMA ihr umfangreiches Netzwerk von Unternehmern und großen wirtschaftlichen Akteure in der Region bereitgestellt. So war fast die Hälfte der insgesamt 150 Teilnehmer aus den Maghreb-Ländern. Weitgehend hochrangige Persönlichkeiten, Investoren, Unternehmer oder Wirtschaftsexperten aus der Region tauschten sich intensiv untereinander sowie mit ihren deutschen Kollegen aus und diskutierten über mehrere konkrete Wirtschaftsprojekte zwischen Deutschland und dem Maghreb.

Gleich vier unterzeichnete Abkommen für vertiefte Wirtschaftskooperation

Das zweite Forum stand unter dem Zeichen der verstärkten Zusammenarbeit. Herr Stefan Herms, Senatsdirektor und Leiter des Staatsamtes der Freien und Hansestadt Hamburg eröffnete die Veranstaltung und unterstrich, dass sie „durchaus ein Baustein im Prozess der europäisch-arabischen Kooperation sein kann“. Die Präsidentin der EMA, Adelheid Sailer-Schuster betonte, sie „möchte dieses Forum gerne nutzen, um konstruktiv über die Potentiale der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zu sprechen.“ Auch die maghrebinischen Partner ließen es sich nicht nehmen, die euro-mediterrane Partnerschaft mit kräftigen Worten zu unterstützen: Der Generalsekretär der UAM, Herr Ben Yahia, erinnerte die Zuhörer daran, dass die UAM, aufgrund ihrer Vielzahl positiver Eigenschaften im wirtschaftlichen wie energetischen Bereich, der Hauptpartner Europas ist, wohingegen Herr Mousli, Geschäftsträger der Liga der arabischen Staaten Mission Berlin, die wirtschaftliche Emanzipation der Bevölkerung lobte. Herr Berkani, Präsident der maghrebinischen Handelskammerunion (UCEMA) zeigte sich, in Anbetracht des, schon so erfolgreich verlaufenen ersten Forums, sehr optimistisch in Bezug auf eventuell bevorstehende Kooperationsprojekte. Dem schloss sich Herr Dr. Reuss vom Auswärtigen Amt gerne an.

Anschließend an die Reden konnten die Forumsteilnehmer das Highlight miterleben: die Unterzeichnung der vier Partnerschaftsabkommen zwischen der EMA und der UAM, der UCEMA, dem tunesischen Wirtschaftsverband CONECT und dem libyschen Unternehmerinnenverband WiBCT. Die EMA wird sich in gleicher Weise auch weiterhin besonders für die Frauen im Maghreb einsetzen. Das Partnerschaftsabkommen mit der WiBCT und deren Gründerin und Vorsitzende Frau Ibtissam Ben Amer, zielt auf die Förderung weiblicher Unternehmerinnen in Libyen und der wirtschaftlichen Integration von Frauen in der Gesellschaft ab und unterstreicht erneut den Erfolg des im Oktober 2013 abgehaltenen deutsch-arabischen Frauennetzwerkforums und die Ambitionen, das Netzwerk weiter auszubauen.

Die gemeinsamen Abkommen, die den Mitgliedern der EMA und den jeweiligen Partnerverbänden durch intensiven Austausch und Projekten ab Frühjahr 2014 zugute kommen sollen, sehen eine enge Zusammenarbeit mit der EMA in den Bereichen der Handelsbeziehungsvertiefung zwischen dem deutschen Privatwirtschaftssektor und den maghrebinischen Ländern vor.

Neues EMA-Ehrenmitglied

Viele Teilnehmer waren angenehm überrascht von dem wirtschaftlichen Potenzial Mauretaniens. Das Land wurde von Herrn Mohamed Ould Bilal, Minister für Infrastruktur und Bauwesen a.D., derzeitiger Generaldirektor der Elektrizitätsgesellschaft Mauretaniens (SOMELEC) und Vorstand der Handelskammer Mauretaniens (CCIAM) vertreten, der brillant größere Entwicklungsprojekte im Bereich der erneuerbaren Energien und der Energieübertragung  präsentierte. Während des Forums wurde Herr Ould Bilal aufgrund seiner zahlreichen Verdienste und der langjährigen Partnerschaft mit der EMA zum Ehrenmitglied des Ländervereins ernannt.

Hochrangige Teilnehmer aus unterschiedlichen beruflichen Sektoren, konnten während einem äußert erfolgreich verlaufenen Forum, Ideen und Kontakte austauschen, um ein einzigartiges und interdisziplinäres Netzwerk aufzubauen.


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>> Die EMA Ehrenmitglieder
>> Lesen Sie hier einen Bericht der Germany Trade & Invest GmbH