Das 2. Hamburger Wasserforum für die EMA-Region

Bericht

Zwei Jahre nach seiner Erstauflage fand dieses Jahr das 2. Hamburger Wasserforum für die EMA-Region erneut in der Handelskammer zu Hamburg statt. Wie schon 2010 brachte die EMA viele hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft der Länder Nordafrikas, des Nahen Ostens und Deutschlands zu einem angeregten Wissensaustausch zusammen.

Dieses Mal übernahmen SKH Prinz Hassan bin Talal des Haschemitischen Königreichs Jordanien und der deutsche Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Peter Altmaier die Schirmherrschaft für die größte EMA-Veranstaltung des Jahres.

"In 15 Ländern der EMA-Region ist die zukünftige Wasserversorgung besonders gefährdet", verdeutlichte S. E. Prof. Dr. Mahmoud Abu-Zeid, Präsident des Arab Water Councils, die Situation der Länder des Nahen und Mittleren Ostens, welche zu den wasserärmsten Regionen zählen und somit besonders stark unter dem Klimawandel leiden.

In Anbetracht dieser Herausforderung betonten viele Teilnehmer die große Bedeutung transnationaler Kooperation. So unterstrich Frau Dr. Dorothee Stapelfeldt, Hamburgs zweite Bürgermeisterin und Senatorin der Behörde für Wissenschaft und Forschung, dass "Vernetzung […] die halbe Miete" sei. Daher war ein großes Ziel des Forums, Beziehungen zwischen arabischen und deutschen Unternehmen bzw. Institutionen aufzubauen und zu verstärken, um auf eine Verbesserung der Situation hinzuarbeiten.

Themenschwerpunkte dieses Jahres waren u. a. das Wassermanagement in urbanen und ruralen Gebieten, Wasser als Quelle zukunftsweisender Energieerzeugung, Abwasserentsorgung und Wasseraufbereitung und das Konzept des Integrierten Wasserressourcenmanagement (IWRM) und – nicht zuletzt – die deutscharabische Kooperation im Wasserbereich für Weltfrieden und Wohlstand. Acht Panels und drei Workshops boten den Teilnehmern viel Platz, um über diese und andere Themen zu diskutieren und zu referieren.

© EMA e.V.    

Erfreulich ist, dass in diesem Jahr ein reges Interesse auch an der Ausstellung im Börsensaal herrschte. Insgesamt stellten 22 deutsche KMUs, Versorgungsdienstleister, NGOs und Hochschulen aus und trugen somit zum Erfolg des 2. Hamburger Wasserforums bei. Auch hier konnten vertiefende Gespräche geführt, weitere Kontakte geknüpft und zukünftige Kooperationen vereinbart werden. “Die EMA hat die richtigen Leute zur richtigen Zeit am richtigen Ort zusammengebracht", kommentierte eine Vertreterin der Weltbank das Forum.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete am Mittwoch, dem 12.09.2012, das in Zusammenarbeit mit Hamburg Wasser organisierte Rahmenprogramm: In Zusammenarbeit mit HAMBURG WASSER konnten die Teilnehmer des Forums die Klärschlammverbrennungsanlage VERA besichtigen, um einen Einblick in die Verwertung von Klärabfällen zur Energiegewinnung zu erhalten.

"Nach diesem Wasserforum kann ich optimistisch in die Zukunft blicken", fasste der jordanische Wasserminister S. E. Mohammed Al Najjar zusammen und meint damit auch die vielen angeregten Gespräche und den Wissenstransfer der Veranstaltung. Gespräche seien jedoch nicht genug, betonte Prof. Dr. Horst H. Siedentopf, der Präsident der EMA, und kündigte abschließend die Weiterführung bzw. Implementierung der vorgestellten Projekte und die Umsetzung neuer Lösungsansätze an.


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