Wirtschaftsdelegation Bahrain & VAE

Die EMA am Golf

Bericht

Nach der Delegations­reise in das König­reich Bahrain und die Ver­einigten Arabischen Emirate (VAE) sind die mit­gereisten Teil­nehmerinnen und Teil­nehmer sehr zufrieden. Selbst aus­gesprochene Kenner der Region wie Prof. Ingmar Grambow, Geschäfts­führer der Ritz Instrument Trans­former GmbH, sagen, sie hätten durch die Reise an den Arabischen Golf neue Impulse bekommen: „Ich komme gleich mit konkreten Ideen für mehrere Projekte zurück. Und natürlich wird es hilf­reich sein, dass wir gleich die ent­scheidenden Leute vor Ort kennen­gelernt haben.“

Vier Tage lang, vom 3. bis zum 6. April, war die EMA mit einer Delegation aus Wirtschafts­unternehmen unterwegs: In Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten traf diese auf Minister, Diplomaten, Geschäftsleute und Wirtschafts­organisationen und erhielt Erfahrungsberichte von deutschen Unter­nehmen vor Ort. Gerade in der arabischen Welt sind per­sönliche Kontakte oft der Schlüssel zum Erfolg; die viel­seitigen Be­geg­nungen legten hierfür den Grund­stein.

Viola Klein, Geschäfts­führerin der Software­firma Saxonia Systems Holdings GmbH, hebt beson­ders die per­sönliche Erfahrung durch die Reise hervor: „Die Ent­scheider vor Ort kennen­zu­lernen, konkrete Projekte zu begut­achten und sich mit Unter­nehmen auszutauschen, die im Land bereits etabliert sind, ist eben etwas ganz anderes, als einen Länder­bericht zu lesen oder über Dritte informiert zu werden. Ich habe wirklich das Gefühl, wichtige Ein­sichten erhalten zu haben.“

 

Ministerien, Diplomaten und Unternehmer: Auch für die Gast­geber war der Besuch der Delegation ein besonderes Ereignis

In Bahrain traf die Delegation unter anderem den deutschen Botschafter, Alfred Simms-Protz, und den bahrainischen Minister für Industrie, Handel und Tourismus, Zayed al-Zayani. Außer­dem sprachen die Teil­nehmer mit führenden Ver­tretern jener Organisationen, die – wie zum Beispiel das staatliche Bahrain Economic Development Board (EDB) – die Wirtschafts­entwicklung Bahrains planen und fördern. Als besonders aufschluss­reich erwies sich die Gesprächs­runde mit Tamkeen, einer Organisation, die Unter­nehmen bei ihrer An­siedlung in Bahrain fördert und bahrainische Arbeitskräfte für die Arbeit in inter­nationalen Firmen quali­fiziert. Auch für die bahrainische Seite war der Besuch der Delegation ein besonderes Ereignis – denn obwohl sich Bahrain mittler­weile als Wirtschafts­standort etabliert hat, sind offizielle Besuche von deutscher Seite eher selten.

Schwerpunkt des Besuchs in den Vereinigten Arabischen Emiraten war das eigens mit der Abu Dhabi Chamber of Commerce and Industry (ADC) und der Talal Abu-Ghazaleh Organization (TAG-Org) für die Delegation veranstaltete Business Diplomacy Forum. An der Kon­ferenz nahmen unter anderem euro­päische Bot­schafter (darunter der Vertreter der EU in den Emiraten, Patrizio Fondi), diplo­matische Gesandte der EMA-Region sowie zahl­reiche Vorstands­mitglieder der ADC teil. Dass an dem Treffen so viele hoch­rangige Gesprächs­partner teilgenommen hatten, zeigt, dass die Delegation und der Ausbau der deutsch-emiratischen Beziehungen auf großes Inter­esse stießen.

Die Golfregion ist insbesondere für kleine und mittlere Unter­nehmen  interessant

Christian Wulff, Präsident der EMA, warb dort für ein Engagement deutscher Unter­nehmen in der Golfregion, die sich – zwischen Europa, Asien und Afrika gelegen – zunehmend zu einem Zentrum der Welt­wirtschaft entwickele. Durch ihre Zentralität und Stabilität würden die VAE auch für Deutschland zu einem immer wichtigeren Partner in der Welt. Deshalb, so Wulff, müsse die Kooperation zwischen Deutschland und den Emiraten ausgebaut werden – gerade bei der Investition in Umwelt­technologien, in denen Deutschland eine Führungs­rolle habe.

Deshalb – auch das hat die Reise deutlich gezeigt – ist die Region insbesondere für kleinere und mittlere Unter­nehmen inter­essant, die ein hohes Maß an Expertise ver­sammeln und innovative Lösungen anbieten können. Die EMA unter­stützt diese Unter­nehmen mit ihrem breiten Netz­werk aus Partnern vor Ort und berät sie zu Ent­schei­dungen bezüglich der Mittel­meer- und Nahost-Region. 

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