EMA aktuell

04.06.2019

Unternehmen für den Schritt nach Afrika begeistern

Wie können Investitionen in Afrika unterstützt werden? Diese Fragen diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Auftaktveranstaltung des Entwicklungsinvestitionsfonds (EIF). Wichtig sei dabei die Idee, Entwicklungszusammenarbeit und Wirtschaft zusammenzubringen und sich zu fragen: Was brauchen Unternehmen? Ab sofort können sich europäische Unternehmen im Rahmen des Programms AfricaConnect um Förderung bewerben.

Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, bekräftigte im Rahmen der Auftaktveranstaltung: „Mit dem neuen Instrument des Entwicklungsinvestitionsfonds schaffen wir jetzt den Einstieg in ein afrikanisches Mittelstandsförderungsprogramm mit neuen attraktiven Rahmenbedingungen für Privatinvestitionen.“ In Tunesien hätten deutsche Unternehmen bereits rund 60.000 Arbeitsplätze geschaffen.

Neue Chancen für KMU: AfricaConnect schließt eine Lücke bei der Finanzierung

In vielen afrikanischen Ländern wächst die Mittelschicht- so hat sich laut der African Development Bank (AfDB) die Anzahl der afrikanischen Bevölkerung, die Teil der Mittelschicht sind, in den letzten 30 Jahren verdreifacht. Bereits jetzt gehören daher 313 Millionen Menschen in Afrika der Mittelschicht an und die AfDB geht von einem weiteren starken Anstieg in den nächsten Jahren aus – das bietet Anreize, sich dort niederzulassen und zu investieren.

Das Programm AfricaConnect soll eine Lücke bei der Finanzierung schließen und richtet sich vor allem an kleine und mittlere Unternehmen, die den Markteintritt planen und mit innovativen Geschäftsmodellen qualifizierte Arbeitsplätze vor Ort schaffen wollen – insbesondere in den Compact-with-Africa-Ländern, die im Fokus der Initiative der deutschen G20-Präsidentschaft stehen, die 2017 ins Leben gerufen wurde. Mit einer Darlehensfinanzierung ab 750.000 bis vier Millionen Euro zu attraktiven Konditionen und Laufzeiten von drei bis sieben Jahren ist die Bandbreite der Fördermöglichkeiten groß. Die geförderten europäischen Unternehmen erhalten somit Zugang zu aufstrebenden neuen Märkten in reformorientierten afrikanischen Ländern und werden auch beratend bei der Umsetzung von internationalen Umwelt-, Sozial- und Corporate-Governance-Standards unterstützt. „Leinen los und auf nach Afrika, stellen Sie Anträge, reichen Sie Projekte ein!“, rief Dr. Gerd Müller denn auch die Unternehmen zur Bewerbung auf.

Beratungsangebote der EMA nutzen

Auch die EMA informiert interessierte Unternehmen über AfricaConnect, den EIF und den Compact with Africa. Die Aktivitäten der EMA in Nordafrika – immerhin sind sowohl Ägypten, Marokko als auch Tunesien Compact-with-Africa-Länder – sind dabei unverzichtbar, denn als länder- und branchenübergreifende Organisation verknüpft die EMA EntscheidungsträgerInnen und MultiplikatorInnen aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft. Dies macht sie zu einer exzellenten Plattform für den wechselseitigen Austausch und zur idealen Ansprechpartnerin.

„Gerade durch nachhaltige wirtschaftliche Kooperationen kann die Schlüsselregion Nordafrika gestärkt werden und wir können uns für ein Miteinander und gegen Abschottung entscheiden“, betont die Generalsekretärin des Ländervereins Clara Gruitoory. Die EMA betrachtet das Mittelmeer folgerichtig als Brücke zu einem Kontinent voller Wachstumspotenzial. Der Länderverein zeigt daher mittelständischen Unternehmen Geschäftschancen in der Region auf, fördert den Aufbau dauerhafter Partnerschaften und berät bei der Initiierung sowie Implementierung ihrer Pläne. Nähere Informationen zur Beratung bei Projekten und Fördermöglichkeiten der EMA finden Sie hier.

 

Zum Weiterlesen:

Beratung zur Projektentwicklung

Das 9. Deutsch-Marokkanische Wirtschaftsforum 

Das Wirtschaftsforum Nordafrika

Zurück